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Fünf Schulkinder gleichzeitig – Wie soll denn das bitte gehen? 

Fünf Schulkinder gleichzeitig – Wie soll denn das bitte gehen? 

Aktuell befinden sich tatsächlich fünf unserer sechs Kinder in der Schule. Noch. Denn in diesem Jahr macht K1 Matura, gefolgt von K2 im nächsten Jahr. Dann sind es wieder nur mehr drei. Bis K6 nachzieht. Aber der hat jetzt erst mal vier Jahre im Kindergarten vor sich. Als Herbstkind darf er hier in Österreich eine Runde extra drehen. Ist mir nur recht. Schließlich besucht er den Waldkindergarten WaNaKi, es gibt nichts besseres für ein Kind. Soll er ruhig bis er fast 7 ist im Wald bleiben. 

Wir begleiten also fünf Schulkinder in ihrem Schulalltag. K5 ist soeben in die erste Klasse Volksschule gekommen, K3 ins Gymnasium. K4 befindet sich in der 4. Klasse VS und K2 und K1 eben in der 7. und 8. Klasse Gymnasium. 

Was aber heißt überhaupt, ein Kind begleiten in diesem Kontext? 

Ich verstehe darunter, dass ich mein Kind bestmöglich dabei unterstütze, so selbstständig wie möglich durch die Schule zu kommen und den Alltag zu meistern. Ich stecke Rahmen und Grenzen, ich lenke und leite an. 

1. Ich helfe dem Kind, früh genug ins Bett zu kommen

Ich begleite das Kind dabei, genügend Schlaf zu bekommen und vermeide Medienkonsum mindestens eine Stunde vor dem Einschlafen. Zudem ist bei uns allen das Thema Bett gehen mit Lesen verbunden und lesen ist positiv besetzt. Jedes unserer Kinder liest vor dem Schlafen gehen oder bekommt vorgelesen. Das verstehe ich unter Förderung für die Schule. Nicht für das Kind die Schultasche packen oder gar das Referat vorbereiten.  

2. Viel Bewegung und gute Ernährung 

Genügend Bewegung, ausgewogene Ernährung – eine gesunde Jause, für die ich einkaufe und die sich die Kinder, je nach Alter (d.h. in meinem Fall K1, 2 und 3 sowieso und K4 mehrmals die Woche) selbst am Vorabend vorbereiten und in den Kühlschrank stellen. 

3. Medienzeitplan 

Gemeinsam mit dem Kind mache ich je nach Alter einen Plan bezüglich Medienkonsum. Wir nennen das „Anschautage“, weil Gaming und Co. eigentlich kein Thema bei uns ist. Das könnte daran liegen, dass alle Kinder bis auf K6 Mädchen sind. 

Die „Anschautage“ sind konkret am Dienstag und am Freitag bei uns. Dieser Plan hängt am Kühlschrank und wurde gemeinsam mit den mit K3, K4 und K5 erstellt. 

K1 und K2 sind bei eigentlich all diesen Themen außen vor. Die wissen bereits, wie sie sich um sich selbst kümmern können. Die brauchen von mir diesen Rahmen nicht mehr. Diese Zeit ist vorbei. Und ich habe auch echt das Gefühl, dass sie wissen, wie es geht. Das Leben, das sie brauchen, damit sie gut zurecht kommen. Sie kümmern sich um ihr Schlafpensum, die gesunde Jause, Bewegung usw. 

4. Selbstorganisation 

Was also vor allem K5 derzeit alles lernen darf, haben K1 und K2 schon intus und setzen es auf ihre, meiner Meinung nach sehr erfolgreiche, Weise um. Was nun darf K5 als Erstklässlerin alles lernen? Zum Beispiel, sich am Morgen die Zeit gut einzuteilen und sich bereits am Vorabend alles bereit zu legen. Für die Begleitung der Zeit in der Früh und um zu verhindern, dass K5 sich „unter Druck“ gesetzt fühlt von der Zeit, obwohl sie noch genügend davon hat, bevor sie außer Haus gehen muss, habe ich nun einen Zeitwecker mit Regenbogen gekauft. Darauf habe ich heute zum Beispiel 15 Minuten eigestellt, damit sie sieht, dass sie noch mehr als genügend Zeit zum Essen ihres Müslis hat. Und das hat sie echt beruhigt. 

K3 habe ich nahegelegt, und zwar bereits in der letzten Klasse Volksschule, ihre Termine in einen Kalender einzutragen und ab diesem Jahr trägt sie in diesen all ihre Hausübungsnotizen ein und behält so den Überblick. 

Es sind also oft Kleinigkeiten, die ich mache, damit die Kinder den Rest selbst schaffen können. Kinder wollen selbstständig sein. Und sie wollen gleichzeitig wissen, dass in der Not jemand zur Stelle ist. Sie wollen begleitet werden und doch auch frei sein und selbst Erfahrungen sammeln. Das ist der große Balanceakt der Elternschaft! Sie nicht im Stich lassen und sich doch nicht zu viel sich einzumischen. 

In diesem Sinne, auf das Ende der zweiten Schulwoche. Die nächsten Ferien sind schon in Sichtweite! 

Eure Michaela 

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