Vom Stehen bleiben und Weitermachen und von der guten, alten, frischen Luft

Vom Stehen bleiben und Weitermachen und von der guten, alten, frischen Luft

Es sind ja derzeit zu einem sehr großen Teil meine Kinder, die mich zu meinen gedanklichen Höhenflügen inspirieren. Corona ist daran Schuld und natürlich auch die Tatsache, dass man mit fünf Kindern nicht dauernd unterwegs sein kann. Passt eh so. 

Gerade eben, also heute kurz nach sieben Uhr, die drei Kleinen und ich waren mal wieder streberhaft zu Fuß zum Kindergarten unterwegs, da ist mir etwas klar geworden. Ach so, warum streberhaft zu Fuß? Dazu komme ich gleich. Auf jeden Fall war die Kleine (2) mit ihrem Laufrad unterwegs und musste unentwegt losfahren und stehenbleiben, losfahren und stehenbleiben, losfahren und stehenbleiben. Was natürlich zu einem etwas stockenden Vorankommen geführt hat und zu etwas Unmut bei den beiden größeren Kleinen (4 und 5), die keine Lust auf dieses Schneckentempo hatten. Außerdem ist der Gehsteig auf diesem Weg nicht so breit und die Kollisionen waren häufig. Bei jedem Losfahren ist sie mit den Worten „Achtung, fertig, Feuer, los!“ gestartet. So richtig schnell und motiviert. Und da wurde mir etwas klar, was auch zu meinem neuen Blogstart passt und überhaupt zum Leben allgemein. 

Manchmal muss man mal stehen bleiben, Pause machen, um dann wieder so richtig durchstarten zu können. Mit voller Begeisterung und vielleicht auch dann sogar besser als vorher. 

Meine Schauspiel- und Körperarbeitslehrerin in Wien hat immer gesagt, wenn wir eine Trainingspause von mehreren Wochen hatten, dass das gut sei so, denn so könnten sich die neu erlernten Bewegungen und Vorgänge und Gedanken in den Körper einschreiben. Und Es gibt ja auch den Ausspruch, dass dann, wenn man meint, alles stehe still, eigentlich am meisten passiere. 

Vielleicht ist das wirklich so und man sollte sich das ein bisschen in den Alltag mitnehmen, der oft so hektisch ist, dass man sich gar nicht traut, mal runterzuschrauben und sich hinzusetzen, weil es könnte ja sonst alles noch chaotischer werden in dieser Zwischenzeit. Ich glaube aber, Stop zu sagen zwischendurch lässt uns danach noch besser sein. Auch Noch effizienter. Noch toller. Denn wir Mütter (und Väter) wir sind schon echt gut, effizient und toll. Auch das sollten wir in unserem Alltag als Mantra einbauen. Wir tun, was wir können. Und das ist toll. 

Ach, ich bin ja noch eine Info schuldig und ein ganzes Thema. Vor lauter Philosophieren hätte ich beinahe darauf vergessen. Also warum streberhaft zu Fuß? Na weil ich so freakig bin, dass ich – unsere Kindern gehen im Nachbarort in den Kiga und da müssen wir mit dem Auto hin – jeden Tag am Kindergarten vorbei fahre weiter zum Gemeindeamt, dort dann parke und anschließend zu Fuß zurück zum Kiga gehe. Und zwar damit wir einen Fußweg an der frischen Luft haben. Denn frische Luft ist nicht zu unterschätzen, das hat schon meine Oma gesagt. Und Bewegung sowieso. 

Aber dazu mehr im nächsten Beitrag. Schönes Start in die letzte Vorweihnachtswoche! 

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1 Kommentar
  • Schön, dass es noch Eltern gibt, die ihre Kinder wachsam wahrnehmen, anstatt sie zu korrigieren. Ich finde, dass wir uns alle mehr in Ruhe lassen sollten, anstatt uns zu korrigieren und damit in Wahrheit stören!