Mit Franz Fröstl durch die Quarantäne-Zeit

Mit Franz Fröstl durch die Quarantäne-Zeit

Wissen Sie, wer uns durch diese Quarantäne begleitet hat? Der Franz. Der Franz Fröstl. Morgens, mittags, abends war er bei uns, immer dann, wenn wir es gemütlich hatten oder gemütlich brauchten und ihn dazu verwendeten, damit es gemütlich werden konnte. Der Franz ist nämlich ein ziemlich lässiger Kerl. Lustig. Lebendig. Lebensnah. Mit ihm hat sich Christine Nöstlinger wirklich was Feines ausgedacht. 

Das Lesen, das ist in den letzten mehr als zehn Tagen an vorderster Stelle unser aller To-Do Listen gestanden. Ebenso wie Im-Garten-Sein. Mehr als an normalen Tagen waren wir draußen. Dem Wetter sei Dank war nämlich alles also halb so schlimm in diesen knapp zwei Wochen. Auch wenn es bessere und schlechtere Tage gab. 

Zum Beispiel jene, als wir nicht wussten, ob K1 und K2 nun auf Skikurs mitfahren können oder nicht. Oder ob eventuell K1 fahren darf und K2 nicht. Was geschwistertechnisch eine ziemliche Herausforderung gewesen wäre. Weil unfair. Weil unendlich gemein. Warum sie und nicht ich. Und überhaupt. Aber zum Glück ist alles gut ausgegangen. Beide konnten sich freitesten und mit einem Lehrer mitfahren, der ebenfalls nachkommen musste/durfte. Alles gut also. Und nun wieder vorbei. 

Heute war mein Mann den ersten Tag wieder in der Arbeit. Morgen folgt die Kindergeburtstagsfeier und nächste Woche ist überhaupt dann wieder alles so wie immer. Mit Kiga, mit Schule, mit Arbeit, mit Vormittagen alleine. Alleine in Ruhe den Haushalt machen. Alleine in Ruhe Texte schreiben. Alleine in Ruhe auf die Toilette gehen. 

Alles machen zu können ohne dauernde „Wann kommst du?“-Rufe oder „Mama, wir brauchen dich!“-Schreie. Gut wird das!

Wissen Sie, was absurd ist? Ich freue mich gar nicht TOTAL darauf. Ein bisschen schon. Doch momentan finde ich es so, wie es ist, gar nicht so schlecht. Vielleicht weil K5 mittlerweile auch schon ein größeres Kind ist, das sich selbst beschäftigt, das im Garten nicht dauernd beaufsichtigt werden muss, mit dem man dann mal ein Buch liest und alleine dadurch das Aufmerksamkeitsglas schon wieder gefüllt ist. Sogar Schoko-Hexe (absolute Spielempfehlung übrigens!) spielt sie schon. Das Spiel ist zwar eigentlich erst ab 5 Jahren, aber mit ihren knapp 2,5 Jahren kann sie es einwandfrei. Lediglich nur eine Karte vom Stapel zu nehmen, fällt ihr manchmal schwer. Aus feinmotorischen Gründen. Alles ganz gut also. Dennoch. Sie haben völlig recht. 

Natürlich. Ich sehe mich selbst jetzt schon vor mir. Montag, 8.30 Uhr. Ich komme zu Hause an und bin alleine. Und: Es geht mir wunderbar. Alles machen zu können ohne dauernde „Wann kommst du?“-Rufe oder „Mama, wir brauchen dich!“-Schreie. Gut wird das. Und dann werde ich auch tatsächlich wieder beruflich tätig sein können. Weil natürlich geht das mit drei bis fünf Kindern im Haus nur so halb. Und dann werde ich wieder Bücher rezensieren und für Artikel recherchieren und überhaupt und sowieso. Ach ja, und den Online-Kreativkurs von Nora Imlau „besuchen“. Den hab ich nämlich zwar gebucht, aber bislang nicht gemacht. Schauen Sie sich den mal an, ich bin selbst schon sehr gespannt darauf. Aber vorab kann ich die Autorin nur sehr empfehlen: Nora Imlau. Siehe Link zum Kurs. Und vergessen Sie mir den Franz nicht! Wenn Sie mal Lesestoff brauchen. Ich würde sagen für Kinder ab 4,5 bis rauf ins Altersheim. 

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