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Aller Warnungen zum Trotz oder: Hoffentlich bringe ich den Garten nicht um

Aller Warnungen zum Trotz oder: Hoffentlich bringe ich den Garten nicht um

bloom blooming country countrysideIch habe keinen grünen Daumen. Zumindest hat er sich bislang nicht gezeigt. Sämtliche Pflanzen im Innenbereich habe ich noch in den Himmel geschickt. Selbst jene, von denen behauptet wurde, dass man dabei nichts falsch machen könne. Ich konnte etwas falsch machen. Was, das weiß ich nicht. Vielleicht habe ich zu wenig mit ihnen gesprochen.

Aber ganz ehrlich, ich habe vier Kinder und einen kommunikativen Mann, ich muss zu Hause ununterbrochen mit jemandem sprechen. Das können die Pflanzen nicht von mir verlangen. Ähnlich hat es sich bislang übrigens auch mit fast allen Versuchen im Außenbereich verhalten: Egal ob Erdbeeren, Tomaten und sogar Schnittlauch – alles wird von mir verlässlich binnen kürzester Zeit ums Eck gebracht. 

Und nun – mit diesen Informationen vorab – komme ich zum Punkt – wir werden ab Ende Juli einen recht großen Garten bewirtschaften und aller Warnungen zum Trotz werden wir so richtig viel anpflanzen: Fünf verschiedene Obstbäume (sogar „Kriacherl“!!!) , eine Tanne, eine Eiche, einen Nussbaum, eine Linde, eine Birke, eine Kiefer dazu sehr viele Sträucher für die Böschung und sehr viele Sträucher, die essbare Früchte tragen. Blumenwiese und Bärlauch sowieso. Außerdem einen Flieder, denn den gab es auch im Vorgarten meiner Oma. Der weckt meine einzigen Garten-Kindheitserinnerungen. Ich bin ja gartenlos aufgewachsen. Deshalb auch mein fehlendes Know-How. Sag ich jetzt mal. Alle Schuld der Kindheit. Selbstverantwortung, ach was! Nein, natürlich hätte ich mir auch im letzten Jahrzehnt bereits Wissen über den richtigen Umgang mit Pflanzen aneignen können. Hab ich aber nicht. Dafür werde ich das jetzt machen. Denn man stelle sich mal vor, welch beträchtlichen Schaden ich anrichten würde, würde ich den GANZEN GARTEN UMBRINGEN!!! 

Was übrigens die angesprochenen Warnungen betrifft – die wurden vor allem von vielen älteren Leuten ausgesprochen. Sie halten es für eine sehr schlechte Idee, einen so bepflanzten Garten haben zu wollen. Denn das sei ja viel zu viel Arbeit. Und die Bäume würden ja groß werden – in den nächsten 20 bis 30 Jahren riesig. Dabei ist ja genau das das richtig Traurige an der Baum-Geschichte: Bis die alle groß sind und so schönen kühlen Baum-Schatten werfen werden, sind unsere Kinder erwachsen. Erst die Enkelkinder werden sich daran erfreuen können. Aber die werden dann einen richtig schönen „Natur-Garten“ haben – sofern ich es nicht vermassle. 

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Kommentare
  • Liebe Michaela!

    Auch das dachte ich immer, dass ich keinen grünen Daumen habe- mein Talent war es, unseren Pflanzen, Bäumen und sonst was, aktive Sterbehilfe zu leisten ?.
    Mit dem Hauskauf und in den darauffolgenden Jahren mit Kindern, die sich ein wenig selbstständiger im Garten beschäftigen und mich nicht alle 5-10 Minuten „brauchen“, kam auch der grüne Daumen und es gibt seit geraumer Zeit auch eigens angebautes Gemüse, Kräuter UND Blumen bei uns.

    Es ist also nix aus der Zeit und ich bin überzeugt davon, dass sich auch dein grüner Daumen noch entwickeln wird!??

    Alles Liebe,

    Nina von nebenan ?

  • Hallo Michaela, die Hoffnung stirbt zuletzt;-)! Aber vielleicht zur Sicherheit gleich mal EM besorgen, das stärkt die Pflanzen unheimlich! Und bei so vielen Bäumen und Pflanzen fällt eine/r mehr oder weniger auch nicht gleich auf … Sollte es ganz schlimm werden ist natürlich die Luftverschmutzung und der Klimawandel schuld!!! Du schaffst das schon, alles Gute!