Was ich mir zum Muttertag wünsche oder: Pragmatische Romantik

Was ich mir zum Muttertag wünsche oder: Pragmatische Romantik

Beitrag:

Für mich bitte einmal mit Pragmatismus. Und ein paar Streusel Romantik dazu. Danke!

Hören statt lesen? Bitteschön hier:

Wir feiern am Samstag Muttertag. Weil da weniger los sein wird in den Lokalen. Einfach deshalb. Und weil K2 einen Kletterbewerb hat am Sonntag und K1 einen Laufbewerb und der Mann da auch dabei ist und überhaupt. Die Kinder hätten das eh alles gecancelt, wenn ich gewollt hätte. So lieb sind sie ja schon. Aber ehrlich gesagt – wegen mir bitte nicht. Ich sehe das nicht so eng. Auch wenn ich die Feste schon gerne feiere. Das ist gut für den Familienzusammehalt, das durchbricht den trubelvollen Alltag.

Was ich mir wünsche? Ausschlafen wär nett. Also so bis 7 Uhr.

Was ich mir wünsche? Naja, ausschlafen wär nett. Also so bis 7. Danach kann ich eh nicht mir im Bett liegen. Bin ich ja viel zu unruhig. Muss dann ja den Tag beginnen. Könnte ja sonst was liegen bleiben. Dann ein Frühstück, das ich nicht herrichten muss. Mit Kindern, die nicht streiten beim Essen. Mit ruhiger, aber ausgelassener Stimmung. Mit gutem Kaffee mit einem Schuss Milch, den ich mir immer noch nicht abgewöhnen konnte, auch wenn schwarz eigentlich scheinbar gesünder wäre. Aber was hätte denn da meine Oma gesagt. Geraucht bis 85. Da muss so ein bissl Milch schon drin sein.

Also Frühstück. Dann ein schöner Spaziergang. Mit motivierten Kindern. Dann eine Runde lesen. Mit mir allein. Dann eine neue Tasse Kaffee mit meinem Mann. Und dann noch schön essen gehen. Im Ort. Und dann? Dann reicht es wieder. Dann können wir gerne wieder Business as usual machen. Das passt schon.

Bin ich schon wie meine eigene Mama und sind die Kinder eigentlich so wie ich?

Und ja, natürlich freue mich über die Bastelein, vor allem über die der Kleinen. Die der Großen werden in letzter Zeit immer öfter kurz vor Abgabe produziert. Das ist nicht ganz so romantisch. Aber eh auch lieb. Und ein gutes Gespräch mit ihnen ist mir in diesem Fall ja schon eigentlich am allerliebsten. Kaufen sollen sie nichts, auch wenn sie schon eigenes Geld haben. Genau das sagt auch meine Mama immer zu mir. Kaufen brauchst nichts für mich. Lustig, oder. Man wird ihnen ähnlich, auch wenn man es gar nicht vorhat. Also nein, meine Mama will auch nichts Gekauftes. Daher muss ich noch schnell was basteln. Da kommen dann wohl auch meine Kinder nach mir. Heuer wird es ein Makramee-Schlüsselanhänger werden. Ich muss dann nur schnell K5 fragen, wie sie den, den sie mir letztes Jahr gemacht hat, geknüpft hat. Ist sicher schnell gegangen, weil sonst hätte ich ihn – wie gesagt – nicht bekommen.

Wir machen bei der No-Mow-May Bewegung mit. Als Neo-Imkerin gehört das zum guten Ton.

Zum Thema Pragmatismus noch ein anderer Hinweis, by the Way: Auch beim Thema Garten lassen wir diesen gerade walten. Wir machen nämlich bei der No-Mow-May-Bewegung mit. Als Neo-Imkerin gehört das zum guten Ton. Derzeit sind wir noch guter Dinge ohne Mähen. Alles sprießt und wir verbuchen es unter Romantik. Und die Insekten dieser Erde danken uns dafür. So einfach geht es manchmal mit dem guten Lebensgefühl. Eine Stunde Schlaf mehr, dazu ein paar glückliche Käfer. Was brauch ich mehr? Vielleicht noch ein Kind? Naja, im Moment nicht.

Hier der Link zu einem Artikel über die No-Mow-May-Bewegung: https://www.geo.de/natur/oekologie/no-mow-may–im-mai-bleiben-rasenmaeher-in-der-garage-31824516.html

Quelle: https://fernie.com/events/no-mow-may/

Hier kommentieren

1 Kommentar