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Schnee und Haus und Schnee und Schnee und Schnee 

Schnee und Haus und Schnee und Schnee und Schnee 

cold snow winter trees
Photo by Pixabay on Pexels.com

So, jetzt ist es vollbracht. Ein lieber kleiner Tannenbaum mit roten Schleifen prangt auf unserem Dach. Montiert von meinem Mann gemeinsam mit unseren beiden Töchtern und unserem Polier. Natürlich mit dem Polier. Sonst wäre er auch nicht so gerade befestigt. Entschuldigung, mein Mann. 

Sogar ein Spruch wurde vom Dach verkündet, Schnaps gab es dann in unserem „Wohnzimmer“. Draußen bzw. oben wars, naja, ich sage nur: Sibirien. Oder: Todeszone am Mt. Everest. Aber das liegt wohl an unserem besonders idyllischen Bauplatzerl. Da pfeift der Wind, das kann man sich gar nicht vorstellen. Und zwar nicht nur in diesen Tagen. Nicht lustig. 

Aber heute, heute ist alles gut. Wie könnte ich es auch anders empfinden. Schon immer liebte ich diese frisch verschneiten Winterlandschaften. Alles ist in Watte gepackt. Alles ist einfach – wunderschön. Wie im Märchen. Jeder Blick aus dem Fenster wie der Anblick einer Schneekugel. Ach, ach, ach. 

Fürs Haus leider nicht das beste Wetter. Darum heute Innenarbeiten. Aber immerhin: Es werden schon die Steckdosen gesetzt. Letzte Chance, das schönste Zimmer im obersten Stock für mich zu gewinnen. Denn derzeit ist der Steckdosenplan dort nicht auf Schlafzimmer ausgerichtet sondern auf Kinderzimmer für die zwei Kinder, die vielleicht irgendwann noch zu unserer Familie dazu kommen werden. Bis dahin soll es Gemeinschaftsraum werden. Mit Balkon. Und Ausblick in die Berge. Da drängt sich das Einzelkind in mir nach vorne und ruft ganz laut: Das ist mein Zimmer! Aber da ich ja jetzt Teil einer Großfamilie und ach ja, kein Kind mehr, da nimmt es sich schnell wieder zurück und sagt: Zum Schlafen reicht doch ein kleines Zimmer. Eh. Ja. Stimmt. Alles gut. Heute sowieso. Im Winterwunderland. 

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