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Text geschrieben, Haare gefärbt, Haushalt optimiert – Es gibt immer was zu tun! 

Text geschrieben, Haare gefärbt, Haushalt optimiert – Es gibt immer was zu tun! 

Aktuell bin ich viel am tun. Also natürlich war und bin ich eigentlich nie nicht viel am tun. Doch aktuell habe ich den Eindruck, dass wieder was weitergeht. So richtig. 

Ich optimiere (zwar immer schon, doch derzeit wieder noch etwas mehr – unseren morgendlichen und abendlichen Ablauf zum Beispiel, die Haushaltsführung, meine Vormittag), 

ich akquiriere (Kunden, die meine Stimm- und Sprechtrainings buchen möchten), 

ich koloriere (meine grauen Haare, da die mir jetzt endgültig und sprichwörtlich und tatsächlich zu viel geworden sind – ich bin einfach noch nicht bereit, mehr wie eine Oma auszusehen als meine eigene Mama.), 

ich delegiere (auch meine Volksschulkinder dürfen sich nun an manchen Tagen pro Woche, konkret an jenen Tagen, an denen mein Mann einen Tag- und Nachtdienst im Krankenhaus hat, ihre Schuljause selbst herrichten. Zudem habe ich wieder vermehrt an ihre regelmäßige Haushaltsmithilfe appelliert und siehe da – gestern, als ich mit K5 (6 Jahre) und K6 (2 Jahre) vom Kindergarten nach Hause gekommen bin, hatte K4 (fast 9 Jahre) bereits den Geschirrspüler ausgeräumt und den Tisch gedeckt.

Außerdem recherchiere ich nach wie vor sehr viel über die skandinavischen Länder, die mich nicht nur landschaftlich begeistern sondern auch soziologisch und politisch. Zudem fahren wir ja heuer wieder über Ostern nach Dänemark (Westjütland), da will ich informiert sein. 

Und: Unser K1 ist ja nach wie vor in Norwegen auf Auslandssemester. Da erhalte ich Informationen aus erster Hand. Übrigens nach wie vor ausschließlich positive – die Schule betreffend ebenso wie die in der Gesellschaft verankerten Verhaltensmuster. Vertrauen ist die Basis! Das ist wunderbar. Und erschreckend, wie rückläufig diese Vertrauensbasis in unserer Gesellschaft momentan ist. Also mein Vertrauen in politische Entscheidungsträger z.B. hält sich in Grenzen. Aber das ist ein anderes Thema. 

Ich bin also am Tun. Wie immer. Und nun noch mehr. Jeden Tag gegen 8 Uhr, wenn endlich alle Kinder aus dem Haus sind (K1 ist sowieso grad nicht da, K2,K3,K4 verlassen selbstständig die „heiligen Hallen unseres Einfamilienhauses“ und K5 und K6 werden von mir via Auto in den Waldkindergarten und in die Krabbelstube gebracht), beginnt meine Zeit. 

Meine Zeit deshalb, weil ich meine Arbeit liebe und sie wie ein Hobby betrachte. Wahrscheinlich auch deshalb, weil ich ihr noch kaum in meinem Leben tatsächlich vollzeit nachgegangen bin. Ich habe stets nebenbei entweder Kinder und Haushalt gehütet oder studiert. So waren mehr als 20 Stunden pro Woche nicht drin. Und so erfreue ich mich nach wie vor an meinen beruflichen Tätigkeiten. 

Ich liebe es, Menschen dabei zu unterstützen, ihre stimmliche Persönlichkeit zu entwickeln. Ihnen zu zeigen, wie wunderbar es ist, sich mit der Sprache zu beschäftigen und die eigene Art zu sprechen zu optimieren. Optimieren. Schon wieder dieses Wort. Aus allem soll immer das Optimum rausgeholt werden. Ich verwende dieses Wort im Sinne von ökonomischer gestalten. Und das macht schon Sinn. Denn wenn ich zB meinen Haushalt effektiver führe, dann habe ich mehr Zeit zum … . An dieser Stelle bitte das eigene Hobby, die eigene Leidenschaft einführen. Meine sind nach wie vor: Bewegung, Stricken, Lesen und eben meine Arbeit.

So ist das also, mein Leben voller Tun. Ich mach jetzt weiter. Mit optimieren, redigieren, delegieren, aquierieren und korrigieren. Ja, das kommt zuerst. Denn dieser Text wartet auf die Korrektur der Fehler, die beim ersten Rausschreiben passiert sind. 

Eure Michaela

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