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Meine Kinder sind mein Sinn, mein Spiegel, meine Herausforderung und – unsere Zukunft! 

Meine Kinder sind mein Sinn, mein Spiegel, meine Herausforderung und – unsere Zukunft! 

Die Geburtenrate in Österreich ist am absoluten historischen Tiefpunkt angelangt. 1,29 Kinder bekommt eine Frau im Durchschnitt in Österreich. Das ist wenig. Ich finde das schade. Nicht, weil sich so „unser Volk“ nicht reproduziert. Sondern weil ich das Leben mit Kindern so erfüllend finde. Auch aus ganz egoistischen Gründen. Mich bereichern meine Kinder nämlich sehr! In vielerlei Hinsicht. Ich selbst kann mich dadurch entwickeln. Denn sie sindmeine größte Herausforderung. Sie bringen mich an meine Grenzen. Sie bringen mich um meine Nerven. Sie sind mein Spiegel. Mein Abenteuer. Sie geben meinem Leben Sinn. Sie lassen michbedingungslose Liebe spüren. Sie berühren mich. Sie brauchen mich. Und ich brauche sie. Weil mein Leben durch sie noch lebenswerter wird. Und das alles wünsche ich allen Menschen. Ich fühle mich durch sie als Teil des Lebensrades. Als Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. 

Durch unsere Kinder leben wir weiter. Auch wenn wir einmal nicht mehr sein werden. Und dies führt auch unmittelbar dazu, dass uns der Fortbestand einer sicheren, lebenswerten Welt in der Zukunft ein Anliegen ist, für das es sich zu kämpfen lohnt. 

Wir brauchen dringend eine Kultur der Langfristigkeit. Und nicht nur der kurzfristigen Lösungen. Wir brauchen eine Politik, die ernsthaft über die Zukunft der nächsten Generationen nachdenkt und nicht nur an die Sicherung der Wählerstimmen für die nächste Wahl. 

Daher brauchen wir auch Latein. Und Altgriechisch. Und die Beschäftigung mit diesen Kulturen, die fast nur in diesem Unterricht tatsächlich stattfindet. Latein brauchen nicht nur Mediziner, wie so oft fälschlich angenommen. Es geht dabei um viel mehr. Das Erlernen dieser „toten“ Sprachen verbindet uns mit unserer Vergangenheit und lässt uns mit dem wohltuenden historischen Abstand Probleme der Gegenwart anders betrachten. Die Römer, die Griechen – sie sind die Basis unserer westlichen Kultur. Es ist kurzsichtig, den Wert dieser Basis bei Seite zu schieben und zu ersetzen durch vermeintlich „Nützlicheres“. Niemand soll Latein lernen müssen. Die Freiheit ist wichtig. In allen Belangen. Und immer. 

Ich bin in dieser Woche zum fünften Mal mit einem Kind zur Schuleinschreibung für die Volksschule gegangen. Als Mama von Schulkindern habe ich wirklich schon einiges erlebt. Probleme und Missstände im Bildungsbereich gibt es echt viele. Veränderungen sind hier tatsächlich dringend nötig. Mehr Turnstunden zum Beispiel wären sinnvoll. Echtes fächerübergreifendes Lernen. Das Überdenken der 50-Minuten Einheiten usw. usf. 

Naja, ich wende mich wieder dem Privaten zu:
Nächstes Jahr wird mein Schuljahr der Superlative!

Denn nächstes Jahr werden fünf meiner Kinder gleichzeitig in die Schule gehen. Drei davon sogar in die selbe Schule. Übrigens in ein Gymnasium, in dem sowohl Latein als auch Altgriechisch gelehrt wird, das nur als Randnotiz. Danach werden nie wieder so viele meiner Kinder gleichzeitig Schulkinder sein. Denn ab dann beginnen meine Schulkinder weniger zu werden. Unser Haus wird sich wieder leeren. Ein Jahr noch und K1 wird in die weite Welt ziehen. Noch ein zweites Jahr und K2 wird folgen. So ist der Wandel der Zeit. So verändert sich wieder mein ganz persönliches Leben. Während vor knapp 20 Jahren ein Kind nach dem anderen gekommen ist, so zieht nun ein Kind nach dem anderen wieder weiter. Mama zu sein bedeutet immer auch loszulassen. Flexibel zu bleiben. Sich ständig an neuen Gegebenheiten und Bedürfnissen zu orientieren. Auch das ist eine Qualität! Wenn gerade die eine Routine eingekehrt ist, schon taugt sie nicht mehr. Passt nicht mehr zum Alter der Kinder. Und so darf wieder eine neue gefunden werden. 

Ja, Eltern sein ist die wohl allumfassendste Aufgabe überhaupt. Vielleicht würde es helfen, dies mehr zum Thema zu machen. Dann würden sich mehr Menschen an das Abenteuer Familie wagen. Ich fände das schön. Meinen Blog sehe ich auch als kleinen Beitrag dazu, Familienleben als etwas erstrebenswertes zu präsentieren.

Eure Michaela 

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