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Von Autopannen über Packlisten bis Zeitverlust – Reisezeit steht an!

Von Autopannen über Packlisten bis Zeitverlust – Reisezeit steht an!

In einer Woche geht es los. Zu Mittag am Freitag vor den Osterferien werden wir alle in unser Auto steigen und auf geht es – nach Westjütland in Dänemark. Ich freue mich schon so sehr auf diese Weite, die uns dort erwartet, die breiten Strände, die Dünen und unser kuscheliges Reetdachhaus nur 50 Meter vom Meer entfernt. Doch bevor wir dort ankommen, ist noch einiges zu tun. Schritt 1: Die Packliste. 

Ich gestalte diese stets so, dass die Kinder, die schon selbst lesen können, diese auch selbst abhacken können und schreibe wirklich jedes Detail darauf: Die Anzahl der Unterhosen genauso wie welche Schuhe und welche Haube. Außerdem notiere ich Dinge wie Bücher, Federschachtel, Malblock. All ihre Sachen werden dann auf zwei verschiedene Gepäckstücke aufgeteilt. Auf jenes Gepäckstück, das bei ihren Füßen im Auto aufbewahrt wird und auf dass sie stets Zugriff haben werden – d.h. auch während der rund 20-stündigen Autofahrt – und auf jenes, auf das sie erst wieder beim Ferienhaus zugreifen können. Daher ist es wichtig, dass Haube, Schal, Handschuhe, Trinkflasche und – je nachdem, ob wie eine Zwischenübernachtung machen auf unseren Reisen oder nicht, dieses Mal fahren wir die Nacht durch – Zahnbürste, Pyjama, Bürste und Kleidung für den nächsten Tag. 

Heuer wagen wir wieder einmal das Experiment und fahren die ganze Strecke in einem Stück. Also zwar in einem Stück aber mit Unterbrechungen alle 1,5 bis 2 Stunden, weil unser E-Bus ja nicht so lange durchfahren kann. Während dieser Lade-Stopps steigen wir aus und bewegen uns, spielen Ball, turnen. In der Nacht dann wird nur mein Mann aussteigen und sich mobilisieren, er neigt zu Rückenbeschwerden. Die Kinder schlafen dann hoffentlich. 

Und weil die Fahrt ja wirklich lang dauert, werden wir auch das Tablett einpacken und ein bis zwei Filme schauen. Ich wähle dafür immer eher langsam geschnittene, ruhige Geschichten aus, am besten mit echten Menschen. Schließlich schaut unser 2,5-Jähriger mit. Und auch die anderen werden von so hektischen Produktionen eher aufgekratzt. Im Vorhinein lade ich diese Filme bereits herunter, in Absprache mit den Kindern. Die Letztentscheidungen haben dann mein Mann und ich. Die alten Astrid Lindgren Filme sind hoch im Kurs. Auch die alten Asterix-Produktionen. Und momentan liebe ich die neuen und alten Pumuckl-Folgen. Die erinnern mich selbst so sehr an meine Kindheit. Das finde ich schön. Und die sind weder aufputschend noch überfordernd für keines der Kinder. 

Unsere älteren Kinder nutzen die Fahrten auch sehr gerne zum Lesen. Stundenlang verkriechen sie sich in ihre Bücher. Ich selbst stricke liebend gerne während den Autofahrten. Und die Kleinen – denen lese ich ab und an etwas vor oder wir zeichnen. Ich habe immer für alle Kinder einen Sketch-Block mit, der dient gleichzeitig als Unterlage. So kann man tatsächlich ganz gut malen während der Fahrten. 

Und dann gibt es natürlich auch noch Musik – ich bin DJ, die Kinder wählen abwechseln ihre Lieblingssongs. Das ist auch immer schön. 


Ich freu mich und ich fürchte mich

Solche bevorstehenden langen Fahrten sind für mich immer aufregend und schön zugleich. Ich freue mich darauf und ich fürchte mich auch davor. Wird alles gut gehen? Werden wir im Stau stehen? Wird eines der Kinder unrund werden? Oder alle? Werden wir eine Panne haben? 

Reifenpanne

Letztes Jahr im Sommer, als wir von Norwegen nach Hause gefahren sind, hatten wir auf Höhe Hamburg einen Reifenschaden und mussten in Hamburg abfahren, auf den Abschleppwagen warten und einen neuen Reifen organisieren. Was gar nicht so leicht war, trotz der Standardgröße des Reifens. Wir haben durch diesen Zwischenfall rund vier Stunden verloren. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn uns das irgendwo im nirgendwo passiert wäre. Da hätten wir uns glatt ein Hotel für eine Zwischenstation suchen müssen. 

Toskana, Schweden, Rügen, Friesland, Norwegen und jetzt Dänemark 

In Summe sind das alles immer aber auch einfach Erfahrungen. Gemeinsame Erlebnisse, die uns stärken und zusammenschweißen. Auch wenn es nervlich manchmal ganz schön anstrengend war – bislang hat sich noch jede Reise gelohnt. Und wir waren echt schon viel unterwegs mit dem Auto: In der Toskana, auf Rügen, in Friesland, Schweden, Norwegen, Dänemark. Nun also wieder Dänemark. Los gehts! 

Eure Michaela 

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